J-Welpen  
J-Welpentagebuch:
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3. Woche:
Die Welpen drängeln jetzt heftig, sobald Grimba an die „Milchbar“ bittet und erklimmen nun immer öfter den Rand der Wurfwanne. Mitte dieser Woche findet deshalb der Umzug von Hundemutter samt Kindern ins Hundezimmer statt. Der Zeitpunkt war gut gewählt, denn die Kleinen fühlen sich in ihrem geräumigen „Bungalow“ auf Anhieb wohl und Grimba kann weiterhin ungestört ihren Mutterpflichten nachkommen.

Dank der verschiebbaren Vorhänge ist die Welpenbox stets gut temperiert, zugfrei und die erwünschte Intimsphäre wird immer gewährleistet. Sogar ein kleiner Vorbau ist angebaut, der beliebig und nach Bedarf erweitert werden kann.

Die Welpenbox wurde bereits 1988 von „Hundearchitekt“ Wölfi für unsere Stammhündin Crischa und ihren B-Wurf als Wurfkiste gebaut und verrichtet noch immer ihre guten Dienste.
Gut, dass Saba und Teddy bei der Welpenaufzucht „mitdenken“ und von selbst das Hundezimmer für den Familiennachwuchs freigeben. Ein Blick von Mama Grimba genügt und unsere beiden erwachsenen Hunde halten diskreten Abstand von der Hundekinderstube.

Das Passieren der Hundeklappe, die sich nahe der Welpenbox befindet, ins Freie wird nun von Grimba kontrolliert und unsere beiden Kater, Momty und Michel, nehmen schon seit Tagen lieber den Umweg über den Balkon ins Haus, um der gestrengen Hundemama nicht ins Gehege zu kommen.

18. Tag: Die Welpen beginnen zu zahnen. Als erstes sind die vorderen Milchzähnchen zu spüren. Nun sehen die Welpen auch schon wie richtige kleine Hunde aus, können mit durchgestreckten Beinen laufen, hopsen und sich flink um die eigene Achse drehen. Jeder ist noch sein eigener Choreograf und turnt vergnügt umher. Teilweise fehlt aber die richtige Koordination und am Ende sitzt der „Künstler“ verdutzt vor der Wand der Welpenbox oder starrt in eine leere Ecke. Die gewünschte Richtung zu steuern wird jedoch schnell erlernt.

20. Tag: Die Welpen haben sich nun auch gegenseitig entdeckt und erkennen sich als Spielgefährten. Die ersten bewussten Kontakte werden geknüpft. Pfötchen heben zur Aufforderung, attackieren, Körper stemmen, baggern und beuteln oder sich gegenseitig die Mäulchen schlecken. – Auch hier lässt die Zielsicherheit anfangs noch zu wünschen übrig – aber Übung macht den Meister – deshalb wird fleißig weiter trainiert und schon bald gelingen lustige Balgereien. Die Szenen dauern jedes Mal noch sehr kurz und vor lauter Faszination vergesse ich zu fotografieren!

Meine Gegenwart wird von den Welpen inzwischen wahrgenommen und auch die Stimmchen machen Fortschritte. Jaulen, krähen, piepsen und wie kleine Wölfe heulen. Mindestens 1x täglich wird in allen Tonarten geprobt. Der größte der 3 Rüden kann schon mächtig motzen, wenn Mama Grimba, der „Milchbus“, nicht pünktlich eintrifft. Ansonsten ist er der gemütlichste von allen. Sein kleiner Bruder ist besonders schmusig und verspielt, während der mittlere der Rüden ein besonders guter Zuhörer ist. Aufmerksam sitzt er da, wenn ich zu ihm spreche, um sich am Ende mit Juchzen und einem Freudensprung zu trollen.
Hör´ ich da was? Bärige Ruhe beim Wiegen Mama, bist du müde?
Die große Hündin im Wurf meckert, wenn ihre Geschwister schon schlafen, während sie noch munter nach Abwechslung und Abenteuern sucht. Der Spitzname „Happy Hippo“ passt nicht mehr zu ihr. Hoch aufgerichtet marschiert sie umher. - Happy ist sie noch und ein Frl. Übermut dazu. Ihr Schwesterchen ist besonders bellfreudig und beherrscht die gängigen Welpenlaute schon am besten. Mit spitz nach oben gerichteten Schwänzchen trippelt sie dabei forsch umher, knurrt und gurrt und freut sich, wenn ich ihre Töne nachahme. Wedelnd und jauchzend kommt sie zum Duett mit mir angehüpft.

Um der kleinen Rasselbande weitere Abwechslung zu bieten, wird ein kleiner Tummelplatz vor der Welpenbox eingerichtet, auf dem die Welpen gefahrlos rangeln können und wo ich ihrem Treiben bequem zuschauen kann. Das erste Drittel der Aufzuchtszeit ist bereits abgelaufen und wenn ich dem unbeschwerten Spiel der Welpe zusehe, wünschte ich die Zeit bliebe stehen!
Am Ende der 3. Woche erhalten die Welpen eine erste feste Nahrung (Frischkäse) zur Probe. Es schmeckt auf Anhieb und der Teller wird blank geputzt. Danach erfolgen die ersten Streifzüge durch das Hundezimmer und schon bald fühlt man sich in jeder Ecke heimisch.

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